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Zu früheren Zeiten lebten die Menschen weitestgehend von den Produkten, die sie selbst herstellten. Hauptziel war die Deckung des eigenen Bedarfs.  Da es keine Abnehmer gab, wurden auch nicht mehr Güter hergestellt, als für den Eigenbedarf notwendig.

Das änderte sich ungefähr ab dem 12. Jahrhundert als sich an Burgen und Handelsstraßen viele neue Städte entwickelten. Die Bewohner der Städte waren auf die Güter der Landwirtschaft angewiesen und hatten im Gegenzug die entsprechende Kaufkraft für die  Produkte der Bauern. Mit dem Aufstieg der Städte bildete sich  bildete sich eine Arbeitsteilung zwischen Land und Stadt, die beginnend spezialisierte Produktion in den Städten  hatte viele Güter zu bieten, die für die ländliche Bevölkerung attraktiv waren.

Höhepunkte waren die Jahrmärkte, die häufig zu allgemeinen oder lokalen  Feiertagen  stattfanden. Hier traf sich die Bevölkerung, es entwickelte sich ein reges Treiben von dem alle Ansässigen profitieren konnten.
So ergab es sich schnell, dass das Marktrecht ein begehrtes Recht war. Der König, die Feudalherren konten das Marktrecht vergeben und durch die gestiegene Anziehungskraft der Städte profitierten alle davon. Denn als  Gegenleistung für das Erheben von Zöllen, Marktrechten, Gebühren von Maßen und Einheiten sicherten die Stadtherren im Mittelalter den Händlern, Handwerkern und Marktfahrern Schutz und freies Geleit zu.

Die Märkte wurden so bald zum beliebten Treffpunkt und  zur einzigen Möglichkeit  Informationen und Nachrichten auszutauschen. Im doch noch recht eintönigen Landleben wurden die Jahrmärkte zu den Höhepunkten des gesellschaftlichen Lebens. So waren es also sowohl wirtschaftliche Gründe als auch die Erfüllung gesellschaftlicher Bedürfnisse,die zum Wachsen der Märkte führten.

Heute sind die Menschen sind nicht mehr auf die Marktbesuche zur Deckung ihres Bedarfs angewiesen, heute stehen mehr gesellschaftlichen Aspekte im Vordergrund. Diesen Bedürfnissen kann ein öffentlicher Anbieter natürlich ganz andere Möglichkeiten bieten, als kommerzielle Anbieter. Die Anziehungskraft der Mittelaltermärkte ist seit Jahren ungebrochen und nimmt an Wirkung noch zu. Die  Neugierde der Besucher auf die gute alte Zeit und nostalgischen Erinnerungen, der Wunsch nach Rückzug in eine einfachere Welt,  treibt jährlich viele tausend Menschen auf die Märkte. Hier haben die Besucher die Möglichkeit sich wieder  in die Träume der Kindheit zurück zu versetzen, Märchen, Mythen und Legenden  werden lebendig und schlagen alle in ihren Bann. Hinzu kommt der Wunsch nach handwerklich hergestellten Gütern, Speisen und Getränken.

Den Alltagsstress vergessen, eintauchen in eine andere Welt und in eine andere Zeit - Geschichte nicht nur sehen sondern mit allen Sinnen erleben